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Die aktuelle Kirchenbegasung gegen Holzschädlinge

Begasung der St. Laurentiuskirche in Rottach-Egern am Tegernsee setzt dem Treiben des Gewöhnlichen Nagekäfers ein Ende.

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Die hölzerne Ausstattung der Pfarrkirche St. Laurentiuskirche in Rottach-Egern am Tegernsee im sogen. Malerwinkel war vom Gewöhnlichem Nagekäfer (Anobium puctatum) intensiv befallen. So die Altäre, Kanzel, Orgel, Gestühle etc. Der Befall im Kircheninnenraum wurde von Binker Materialschutz über Jahre hinweg beobachtet und dokumentiert. Jetzt konnte endlich nach einer mehrjährig dauernden Finanzierung der Insekten-Befall durch eine kostengünstige Begasung bekämpft werden. Seitens der Kath. Kirchenstiftung St. Laurentius, vertreten durch Herrn Kajetan Liedschreiber, wurde die Binker Materialschutz GmbH beauftragt, eine Begasung im Altarion Vikane-Verfahren vorzunehmen.

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Zuvor ist eine sorgfältige Prüfung der Notwendigkeit einer Bekämpfung vorzunehmen. Voraussetzung für Bekämpfungsmaßnahmen ist die eindeutige Feststellung der Aktivität, der Art der Schadorganismen und des Befallsumfanges.

Im vorliegendem Fall erfolgte die genaue Befallseinschätzung durch mehrere Begehungen mit Herrn Professor Dr. Hans-Martin Illner, Hochschule Rosenheim, Fakultät für Holztechnik und Bau: http://www.fh-rosenheim.de/die-hochschule/fakultaeten-institute/fakultaet-fuer-holztechnik-und-bau/ansprechpartner/professoren/prof-dr-h-martin-illner/

Zur Ausführung einer fachgerechten Begasung des Kircheninnenraums wurden alle Fenster und Zugangstüren außenseitig abgedichtet ebenso sonstige Öffnungen, wie Heilig-Geist-Loch, Glockenseildurchführungen, Lüftungslöcher etc. Anschließend wurde ein Dichtigkeitstest ausgeführt und dann das Begasungsmittel Altarion® Vikane® (Sulfuryldifluorid) eingeleitet, welches für einige Tage auf die Schädlinge mit ihren Larven, Puppen, Käfern und Eiern einwirkte. Das Begasungsmittel dringt nämlich auch wie der lebensnotwendige Luftsauerstoff tief bis zu den Larven im Holz ein und führt zu deren Absterben.

INFO:

Handelsübliches Vikane-Gas enthält -obwohl 99,8%ig- immer noch herstellungsbedingt Säuren und Säureanhydride (=0,2%), wie HF, SOF2, HCl, SO2Cl2, Cl2 etc. Diese können z.B. Vergoldungen oder Metalloberflächen durch Korrosion schädigen. Deshalb wurde von Binker Materialschutz GmbH ein Reinigungsverfahren entwickelt, bei dem all diese Verunreinigungen vor der Anwendung des Begasungsmittels herausgefiltert werden, so dass nur hochreines und damit nicht-korrosives Sulfuryldifluorid in die Kirchen eingeleitet wird bzw. nur "sauberes" Vikane auf die Schädlinge in den zu begasenden Objekten einwirkt.

Würden z.B. 250 kg ungereinigtes Vikane in eine Kirche eingeleitet, kämen zusätzlich 0,5 kg (=ein halbes Kilo!) Säuren/Säureanhydride in die Kirche! Wollen Sie das hinnehmen? Die Kunstwerke sicher nicht!

Das Begasungsmittel Vikane wurde vor dem Einleiten in den Kirchenraum mit einem speziellen patentierten Verfahren von herstellungsbedingten Restsäuren gereinigt, so dass die Kunstwerke der Kirche, die Orgel, die Fenstergläser und Metalle sowie Vergoldungen usw. keinerlei Schaden durch Korrosion nahmen (siehe den grünen Info-Kasten). Dieses TÜV-geprüfte Reinigungsverfahren Altarion® Viklean® (Viklean setzt sich zusammen aus Vikane und clean=sauber) der Binker Materialschutz GmbH wurde vom Erzbischöflichen Ordinariat München-Freising im Rahmen eines Forschungsprogrammes wissenschaftlich untersucht, freigegeben und zur technischen Bedingung der Begasung zur Vermeidung von Schäden an den Kunstwerken gemacht.

Siehe hierzu:

http://www.binker.eu/bekaempfungsmethoden/begasung/altarion-viklean-verfahren.html

http://www.binker.eu/images/downloads/MB%20M%C3%BCnchen%20Freising.pdf

Zur Überprüfung der Wirksamkeit der Begasung brachte Herr Prof. Dr. Illner sogenannte Testinsekten in hölzernen Testblöcken vor der Begasung in die Kirche ein und postierte sie an verschiedenen Kunstwerken in unterschiedlichen Raumhöhen der Kirche. Diese Testblöcke waren mit lebenden Holzschädlingslarven gefüllt. Die Testblöcke wurden von ihm nach der Begasung aus der belüfteten Kirche entnommen und ausgewertet. Die vollständige Abtötung konnte Herr Prof. Dr. Illner dem Auftraggeber (= Kath. Kirchenstiftung St. Laurentius) gegenüber bestätigen.

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Nach der vorerwähnten Belüftung der Kirche wurde noch von unseren Begasungstechnikern der Nachweis mittels akkurat messender Gasmonitore erbracht, dass keinerlei Gasrückstände in der Kirche zurückgeblieben waren. Die Laurentius-Kirche konnte somit nach wenigen Tagen seit Begasungsbeginn zum gefahrlosen Betreten wieder freigegeben werden.

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Zusätzlich zur Begasung wurde der gesamte Dachstuhl incl. Turm einer Imprägnierung mit fledermausverträglichen Holzschutzmitteln unterzogen (Imprägnierungen von Dachstühlen gegen Holzschädlinge)
Nunmehr erstrahlt die Laurentius-Kirche in neuem Glanz -ohne Holzwürmer!

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rottach egern 13Haben Sie Fragen zu Begasungen von Kirchen?
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