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Schimmelpilzbefall am Dachstuhl

Der Alptraum eines jeden Bauherren, Bauunternehmers oder Bauträgers: Der Dachstuhl des Neubaus hat innerhalb weniger Tage plötzlich massiven Schimmelpilzbefall!

 

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Neubau

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mit Schimmelpilzbefall im Spitzboden

Vermehrt im Winter und im noch kalten Frühjahr tritt dieser oftmals rasenartig wachsende „Schimmel" auf.

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Er wächst und wächst: Bepuderte Holzoberflächen durch Schimmelpilze

Warum entsteht dieser erhebliche und großflächige Schimmelpilzbefall?

Vor allem durch den immer schnelleren Bauablauf verbleibt keine Zeit mehr für natürliches „Feuchtemanagement" am Bau: Nach dem schnell erstellten Mauerwerksrohbau wird rasch der Dachstuhl aufgesetzt und das Dach eingedeckt: Ohne ausreichende Trocknungszeiten wird der Innenputz an Wand und Decke aufgebracht, danach wird gleich der Estrich eingebaut. Auch werden die Fenster häufig zu früh installiert.

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Einbringen des Estrichs

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und Kondensat an der Dach-Unterspannbahn

Große Mengen Wasser werden in Form von Anmachwasser in den Bau eingebracht. Pro Zentimeter Estrich werden alleine ca. 2 bis 3 Liter Wasser pro Quadratmeter mit „eingebaut", bei 6 cm sind das ca. 12 bis 18 l pro qm. Bei 100 qm Grundfläche werden so ca. 1200 bis 1800 Liter Wasser = 1,2 bis 1,8 Tonnen Wasser dem unfertigen Bau „hinzugefügt". Durch Wandputz etc. bei ca. 80 m Wand mit 2,5 m Höhe und 2 cm Putzschichtdicke und einem Wasseranteil von 40% kommen nochmals ca. 1.600 Liter = 1,6 Tonnen Wasser dazu. Zusammenfassend: Pro 100 qm Neubaufläche werden ca. 2.800 l bis 3400 l Wasser miteingebaut. Es muss durch chemische Bindung (z.B. Carbonatisierung) und Verdunstung im Laufe der Zeit reduziert werden.

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Baufeuchte kondensiert an der Unterspannbahn: Angrenzende Hölzer verschimmeln

Erst wenn alles eingebrachte Wasser und Anmachwasser verdunstet und aus dem Gebäude abgeführt sind, wird der Neubau nachhaltig trocken. Dies dauert in der Regel aber Monate. Eine unzureichende Lüftung schafft es nicht, die Baufeuchte aus dem Bau bringen.

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Schimmelpilzbefall am Dachstuhl schon im unfertigen Neubau durch Kondensatbildung

Die häufigsten Fehler im Neubau:

  • Der noch ungedämmte Rohbau ist durch den Einbau der Fensterelemente schon vor dem Putzaufbringen dicht; die bisherig vorhandene Baufeuchte im Rohmauerwerk und Betonplatten und -elementen wird regelrecht eingesperrt.
  • Der Dachaufbau ist mit einer außen unter den Ziegeln liegenden, fast dichten Wetterschutzbahn versehen, die später als winddichte Unterspannbahn fungiert. In diesen schon sehr dichten, mit Baufeuchte angereicherten Rohbaukörper bringt der Putz weitere Baufeuchte hinzu.
  • Nicht genug: Jetzt kommt der Estrichleger mit noch mehr Baufeuchte. Die technischen Verarbeitungsrichtlinien verlangen u.a. keine Zugluft, also Windstille im Bau. So werden Estrich-Risse verhindert. Zementestrich erfordert beim Einbringen und während der Erstarrung eine Mindesttemperatur von 5 °C (auch nachts). Während der Erstarrungsphase darf diese Temperatur nicht unterschritten werden, da sonst mit starken Festigkeitsverlusten zu rechnen ist. Der Estrich ist vor Zugluft und Wassereintrag (undichtes Dach, Auskippen von Wasser usw.) zu schützen. Zugluft würde durch den Kapillarzug zu einer erhöhten Hydratation im Oberflächenbereich führen.

Das negative (teure) Resultat rasanten Baufortschritts:

Das verdunstende Wasser aus der Baufeuchte kondensiert an der Innenseite der kalten Dachfolie. Das Dachstuhlkonstruktionsholz wird durchfeuchtet und nach wenigen Tagen keimen erste Schimmelpilzsporen auf dem Holz auf. Beschleunigt wird das Schimmelpilzwachstum durch geringen Luftzug bzw. durch ungenügende Lüftung. Die Schimmelpilze können in das Holz sogar einwachsen und nachhaltig farblich negativ verändern. Es entsteht die typische Verfärbung des Holzes oder „Sprenkelung".

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Der Estrichleger ist da, der Schimmelpilz schreit „Hurra!"

Noch schneller verläuft dieser Vorgang bei Holzfaser- oder Holzweichfaserplatten (auch DWD-Platten genannt = Diffusionsoffene Wand- und Dachplatten). Sie haben größere Hohlräume, in denen sich der Schimmelpilz ausdehnen, verwurzeln und verankern kann. Hat sich Schimmelpilz erst einmal großflächig gebildet, werden in den Entwicklungs- und Vermehrungszyklen der Schimmelpilze Millionen von winzigen Sporen in die Raumluft geschleudert.

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Von Feuchte, Bakterien und Schimmelpilzen zersetzte Weichfaserplatten

Diese oft sehr leicht flugfähigen Sporen werden wie Feinstaub mit den Luftströmungen im gesamten Neubau verteilt und sedimentieren durch die Schwerkraft z.B. auf allen vertikalen und horizontalen Oberflächen. Luftkeim- und Partikelmessungen haben Schimmelpilzsporen-Konzentrationen im Inneren des Neubaus von oftmals mehr als dem 40.000-Fachen an Schimmelpilzsporen über dem Außenluftgehalt ergeben.

Aber auch beim Neubau mit schon eingebauter Wärmedämmung lauern Schimmelpilz-Gefahren. Besonders problematisch: Hohe Baufeuchte durch Putzaufbringen und Estricheinbau und die Wärmedämmung im Dach ist schon eingebaut, während aber die innenseitige Dampfsperre noch nicht fertiggestellt ist, also noch nicht luftdicht ausgebildet bzw. verklebt ist. Jetzt dringt die aus der Baufeuchte resultierende feuchte Luft in das eingebaute Wärmedämmmaterial ein (schlimmstenfalls „Absaufen der Dämmung").

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Diese Wärmedämmung erfüllt keine Funktion mehr: Durch Kondensatbildung ist sie „regelrecht abgesoffen" und verschimmelt. Der Schimmelpilz findet sich auch am angrenzenden Holz

Darin wird die Feuchte jetzt regelrecht „gefangen". Die Feuchte kann aus dem nicht kapillar wirksamen Wärmedämmmaterial kaum mehr ablüften. Die Dämmung schimmelt massiv und kann ihrer Funktion „Wärme zu dämmen" nicht mehr nachkommen. Letztendlich muß die Dämmung ausgetauscht werden. Sie läßt sich nicht mehr reinigen.

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Ausbau der „verschimmelten" und feuchten Wärmedämmung

Nicht genug: Der hohe Feuchtegehalt der Wärmedämmung überträgt sich aufs Konstruktionsholz und die Dachschalung/Holzfaserplatten: Bläuepilzbefall und Bauholzpilzbefall durch Holz zerstörende Pilze sind die Folge.

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Hier waren nicht nur Schimmelpilze und Mikroben am Werk: Das Holz wurde durch Bauholzpilze völlig zerstört. Die Holzfeuchte liegt weit über 20%.

Selbst wenn die Wärmedämmung und luftdichte Innenbekleidung schon eingebaut sind, kann es dennoch zu lokalem Schimmelpilzbefall kommen. Die Baufeuchte kondensiert jetzt bei oftmals schon fertigem Innenausbau an den kältesten Stellen, den Wärmebrücken: In der Nähe der Fensterleibungen, an Balkenköpfen etc.

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Kondensatbildung an einem Balkenkopf

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Schimmelpilzbefall an einer Fensterleibung

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Wärmere Innenluft strömte über Undichtigkeiten in die kaum einsehbaren, kälteren Konstruktionsbereiche und kondensierte dort. Ergebnis: Schimmelpilzbefall

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Frischer Schimmelpilzrasen auf neu angebrachter Tapete in einem Neubau

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auf Holz unter dem Mikroskop

Ist die Dampfsperre stellenweise verletzt oder undicht oder sogar nicht fachgerecht eingebaut, lauern hier noch größere Gefahren: Wärmere Innenluft strömt über diese Undichtigkeiten in die kaum einsehbaren, kälteren Konstruktionsbereiche und kondensiert dort.

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Dübel und Schrauben haben die Dampfsperre verletzt

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zudem sind die Stöße nicht verklebt worden: Feuchte Innenluft konnte in die Konstruktion eindringen und es haben sich sogar Bauholzpilze angesiedelt (Braunfärbung des Holzes durch Celluloseabbau und Aufkonzentrieren des Ligninanteils mit typischem Würfelbruch)

Diese Kondensatbildung nährt Schimmelpilzwachstum. Ungenügend vorbeugender Holzschutz durch fehlerhafte Einordnung der (gefährdeten) Hölzer in nur Gebrauchsklasse 0 oder 1 erlauben dann Entstehen von Pilzbefall durch holzzerstörende Bauholzpilze, wie Porenschwämme.

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Geschütztes Bauholz mit Holzschutzkontrollfarbe (unten) und ungeschütztes Holz ohne Kontrollfarbe (oben)

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Porenschwamm-Bildung an ungeschütztem Schalungsholz durch Kondensatbildung

Abhilfe gegen hohe Baufeuchte möglich?


1. Getimte Gewerkefolge

Man kann die Bauzeit jahreszeitlich angepasst einteilen und unbedachte Gewerkefolge vermeiden. Das Bautiming kann wie folgt gestaltet werden:

  • der Rohbau wird bis zum Winter eingedeckt
  • die Installationen folgen in der Frostperiode, Fensteröffnungen sind provisorisch abgedichtet und der Bau wird trocken geheizt
  • der Innenputz wird im frostfreien Winter aufgebracht
  • der Estrich wird nach den Frostperioden eingebaut
  • nach weiterer Abtrocknung werden die Fenster eingebaut mit Leibungsputz
  • das Aufbringen des Außenputzes erfolgt erst im späten Frühjahr

2. Die Abhilfemöglichkeit besteht zusätzlich oder alternativ auch in einem cleveren Klimamanagement oder in besonderen Vorkehrungen:

a) Natürliche zyklische Trocknungslüftung:

Durch die sogenannte natürliche zyklische Trocknungslüftung erfolgt hierbei der Wasserabtransport aus dem Neubau mittels ablüftender Raumluft. Das Wirkprinzip ist zudem noch recht energiesparend:

  • kalte und trockenere Außenluft wird in den Neubau eingeführt und darin erwärmt. Warme Luft kann zusätzliche Luftfeuchte aus den feuchten Baumaterialien aufnehmen
  • Jetzt wird die nun wasserreichere, wärmere Innenluft erneut gegen kalte trockenere Außenluft ausgetauscht. Die unterschiedliche Lufttemperatur sorgt für den Abtransport der Baufeuchte.

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Professionelle Dachbelüftungsanlage

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mit Klimasteuerung

Mit jedem Luftwechsel wird eine gravierende Menge Baufeuchte abtransportiert. Ein Beheizen des Neubaus und damit auch der Raumluft macht den Wasserabtransport effektiver. Je größer der Temperaturunterschied zwischen Innen- und Aussenluft und je länger dieses Prinzip angewendet wird, umso mehr Wasser wird aus dem Neubau „entsorgt".

Aber: Der Zeitdruck am Neubau („Zeit ist Geld") verhindert zunehmend diese Art des Klimamanagements.

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Kondenstrockner im Dachraum

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professionelle Trocknungsaggregate

b) Technische Trocknung:

Technische Trocknungsgeräte können nach unterschiedlichen physikalischen Methoden arbeiten:

  • Kondensation der hohen Luftfeuchte (Kondenstrockner)
  • Adsorption der hohen Luftfeuchte (Adsorptionstrockner)
  • Austreiben der Baufeuchte mittels Mikrowellen oder Infrarotstrahlung, meist in Kombination mit Lüftungsgeräten

ABER: Bei technischen Trocknungen sind durch zu schnellen Wasserentzug Materialschäden wie Risse, Schwinden und Verformungen nicht auszuschließen.

c) Schutzimprägnierung mit alkalischen Silikaten

Bei der Schutzimprägnierung werden vor allem die Holzoberflächen mit in spezieller Technik aufgesprühten, alkalischen Silikaten gegen Schimmelpilzwachstum geschützt. Schimmelpilze mögen eher saures Milieu als Oberflächen mit hohem pH-Wert

(Infomaterial anfordern)

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Auftragen eines Silikatschutzes auf anfällige Holzoberflächen

Wie kann Schimmelpilzbefall am Dachstuhl wieder beseitigt werden?

Der Bauherr hat nach aktueller Rechtsprechung (BGH, Urteil vom 29.6.2006; VII ZR 274/04 - OLG Celle - LG Hannover) das Recht auf einen Schimmelpilz-freien Neubau-Dachstuhl.

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Absaugen Schimmelpilz-befallener Holzoberflächen.

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Kaum gereinigt werden können mit diesem Verfahren Stöße, Fugen, Ritzen und Spalten

Wird der Schimmelpilzbefall vom Holz aber vollständig entfernt, dann liegt schließlich die übliche Hintergrund-Schimmelpilzbelastung vor und der Ausgangszustand ist wieder hergestellt.

Das Entfernen des Schimmelpilzbefalls erfolgt dabei bei gerichteter Luftführung durch Absaugen mit HEPA-Saugern und Abfräsen oder Abschleifen mit Direktabsaugung. Problematisch sind die schwer zugänglichen Anschlüsse, Fugen, Ritzen und Spalten.

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Ausbau und Entsorgung kontaminierter Wärmedämmung

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Absaugen der Befalls- und Sekundärkontaminationsflächen

Diese lassen sich durch spezielle Strahl- und Absaugtechniken von Schimmelpilzen befreien (Informationsmaterial anfordern).

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Desinfektion der Holzoberflächen

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auch in schwer zugänglichen Bereichen

Nach den Reinigungsarbeiten findet eine Sprühdesinfektion statt, final eine Feinreinigung mit Abbau eventueller errichteter Abschottungen und dann die Freimessung mit Laborauswertung der genommenen Proben:

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Auswertung von Materialproben im Labor

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und Luftkeimsammlungen

Der Schimmelpilzbefall ist beseitigt, der Baufortschritt kann weitergehen und der Bauherr wird schließlich unbeschwert einziehen.

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Schlussabnahme der Schimmelpilzsanierung durch die Bauherren

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Einzug ins neue Heim

Auf Grund der großen Nachfrage nach Beratung bei Schimmelpilzbefall haben wir eine spezielle Hotline hierfür eingerichtet.

So einfach nutzen Sie unsere Schimmel-Hotline:

1. Hotline-Rufnummer wählen: 0900 100 1294

2. Sie sprechen sofort mit einem unserer Sachverständigen

3. Keine Warteschleife! Bei „Besetzt" probieren Sie es einfach etwas später noch einmal!

4. Die Abrechnung erfolgt unkompliziert über Ihre Telefonrechnung.

Persönliche Schimmelpilzberatung bei Schimmel-Soforthilfe:

0900 100 1294

1,99 €/Min*
 Unsere Sprechzeiten sind:  
 Mo  10.00 - 12.00 14.00 - 17.00 
 Mi  08.00 - 11.00  
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