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Dachstuhl-Dekontaminationen

Holzschutzmittelsanierungen – Entstaubungen – Beschichtungen - Schadstoffmaskierungen

Holzschutzmittel werden schon sehr lange gezielt im Baubereich eingesetzt, um Bauholz vor Pilz- und Insektenangriffen zu schützen.

Weit verbreitete Wirkstoffe von Holzschutzmitteln sind z.B. Lindan (Hexachlorcyclohexan), DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) und PCP (Pentachlorphenol). Für PCP existiert z.B. eine PCP-Verbotsverordnung, für andere Wirkstoffe gelten Herstellungs- und Verwendungsverbote nach der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV).

Holzschutzmittelbehandlungen

Holzschutzmittelbehandlungen-1
Hinweise auf frühere Holzschutzmittelbehandlungen

DDT-imprägnierte Hölzer können nadelförmige, kristalline, Raureif-artige DDT-Kristallausblühungen (Holzschutzmittel: z.B. Hylotox-Präparate, wie Hylotox 59, oder Donalit) aufweisen. Man findet sie meist in den neuen Bundesländern durch frühere Anwendungen in der DDR. Glitzernde Holzoberflächen weisen auf frühere Lindan- oder PCP-Anwendungen (Holzschutzmittel: z.B. Xylamon, Xyladecor) hin. Ebenso Anwendung fanden das giftige TBTO (Tributyltinoxide), eine organische Zinnverbindung, und Xyligen B oder Mergal O 30.

Oberflaechenbelag

Oberflaechenbelag-1
Raureif-artiger Oberflächenbelag auf Dachstuhlhölzern von DDT herrührend

Diese Gefahrstoffe sind gering wasserlöslich, aber ausreichend flüchtig, weshalb sie sich bevorzugt nach Eintrag in die Raumluft an Feststoffen (Holz und Mauerwerk) und Stäuben (Feinstaub, Schmutz) anlagern. Bei höheren Umgebungstemperaturen (z.B. in Dachstühlen in den heißen Sommermonaten) steigt ihre Ausgasungsrate stark an. Dann muß mit einem höheren Anteil gasförmiger Bestandteile in der Raumluft gerechnet werden. Kritische Aufnahmewege sind das Einatmen und Verschlucken von belasteten Stäuben (inhalative und orale Inkorporation) und die Aufnahme über die Haut (dermale Einverleibung).

Bohrkern
Gewinnen eines Bohrkerns aus einem als belastet vermuteten Deckenbalken

Sehr oft wurden früher alle Holzbauteile eines Dachgeschosses wie Säulen, Stiele, Überzüge, Liegesäulen, Sparren, Pfetten, Balken, Aufschieblinge, Fußbodenbretter usw. mit Holzschutzmitteln behandelt. Diese Baumaterialien bzw. Konstruktionshölzer gelten als primärbelastet („Primärbelastung").

Lagergut
Holzschutzmittel-kontaminiertes Lagergut (=Schutt, Gerümpel) in einem Dachboden

Durch die adhäsive Bindung der an die Raumluft abgegebenen Moleküle und schadstoffhaltigen Partikel an den Umgebungsstaub mit anschließender Sedimentation gelten Materialien, wie z.B. Schüttungen, Dachziegel, gelagerte Materialien/Bauschutt, Mauerwerk und der anfallende Liegestaub/Feinstaub ebenfalls als Schadstoff-belastet. Man spricht hier nun von einer „Sekundärkontamination". Diese Baustoffe und Materialien weisen jedoch oftmals ebenfalls sehr hohe Schadstoffkonzentrationen auf.

Abschottung
Provisorische Abschottung eines belasteten Dachraums zum Schutz der Bewohner

Abbuersten
Abbürsten von hartnäckigen Schadstoff-belasteten Oberflächenverkrustungen auf Dachstuhlhölzern in einer Kirche

Besonders bei Bauarbeiten in staubigen Dachstühlen oder Archiven mit vorhandenen HSM-belasteten Materialien sind Schutzmaßnahmen zu treffen, um die gesundheitlichen Risiken für die Beschäftigten und Umwelt zu minimieren.

Zwischenlagerung
Zwischenlagerung von belastetem und mittlerweile verpacktem Bauschutt und von entdeckten alten Holzschutzmittel-Kanistern aus den 1970er Jahren

In kontaminierten Bereichen bei Gebäudesanierungen- und modernisierungen, beim Ausbau von Dachgeschossen und beim Abbruch sollten deshalb zunächst Entstaubungen durchgeführt werden.

Absaugung
Zeitaufwändige Absaugung belasteter Bauteile und eines Kirchen-Deckengewölbes

Anschließend kann ein Schadstoffmaskierungssystem aufgetragen werden, um weiteres „Ausgasen" von Schadstoffen zu verzögern und um eine erneute Kontamination von Liegestäuben möglichst zu unterbinden.

Unsere Leistungen umfassen:

  • Dachstuhlüberprüfungen auf Hinweise auf Verwendung von Holzschutzmitteln
  • Raumluftmessungen Biozide (Status Quo Messungen) vor Beginn der Holzschutzmittel-Sanierung
  • Bohrkernproben, Spanproben etc. mit Laborauswertungen
  • Besondere Baustelleneinrichtung nach BGR 128
  • Einbau von Schleusen und Herstellung von Schwarz-Weiß-Bereichen
  • Staubarme Demontage, Verpackung und Entsorgung von kontaminierter Wärmedämmung, Holzdielung, Schüttung, Dachziegeln und Dachlattungen
  • Oberflächenabtrag und –reinigung mittels Trockeneisstrahlverfahren oder Fräs- und Schleiftechnik mit Direktabsaugung
  • Trockene Grob- und Feinreinigung aller Materialoberflächen durch Direktabsaugung mittels HEPA-Saugtechnik mit Spezialbürsten
  • Vakuumwaschverfahren mittels Nass-Saug-Technik
  • Beschichtungen der Hölzer mittels Maskierungstechnik
  • Fachgerechte Entsorgung mit Entsorgungsnachweis
  • Erfolgskontrolle durch Raumluftmessung auf Insektizide und Fungizide (Biozide) nach Beendigung der Dekontaminierungsarbeiten
  • Erfolgskontrollmessungen nach der Holzschutzmittel-Sanierung

 

Zeigefinger

Hinweis: Die Aufnahme von Holzschutzmittelwirkstoffen kann über die Haut und über die Atmung erfolgen. Akut kann die Aufnahme zu Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungserscheinungen und Übelkeit führen. Bei längerer Einwirkung gelten sie als krebserzeugend sowie leber- und nierenschädigend.

Allgemeine Informationen

Videoclips